Durch Akupunktur lässt sich, wie in wissenschaftlichen Studien belegt
wurde, die Geburt deutlich erleichtern: Es müssen weniger Schmerzmittel
gegeben werden, die Koordination der Wehen ist verbessert, die Geburt
geht deutlich schneller (über 20% Beschleunigung) und es kommt zu
weniger Nachblutungen als ohne Akupunktur.
Wie eine Studie der Klinik für Gynäkologie am Vivantes Klinikum in
Berlin ergab, verkürzt sich die Eröffnungszeit (erste Phase der
Geburt) durch die vorbereitende Akupunktur durchschnittlich um zwei
Stunden, da der Gebärmutterhals schneller „reift“, d.h. sich
öffnet.
Auch der Einsatz von wehenfördernden Mitteln kann auf diese Weise eingeschränkt werden. Im Mittel brauchten akupunktierte Patientinnen 43 % weniger davon als die Frauen in der Kontrollgruppe. Darüber hinaus waren bei akupunktierten Patientinnen mehr natürliche Geburten ohne Komplikationen und ohne Kaiserschnitt möglich (32 % mehr als in der nicht behandelten Gruppe).
Auch nach der Geburt kann Akupunktur unterstützen: Die Gebärmutter
bildet sich schneller zurück, schmerzhafte Nachwehen reduzieren sich
erheblich, die Milchbildung wird gefördert und eine drohende
Brustentzündung kann schnell behandelt werden.
Bei der Therapie handelt es sich um eine wöchentliche Behandlung ab der
36. SSW, um eine optimale Geburtsvorbereitung zu erzielen. Die Nadeln
werden an verschiedene Punkte am Bein gesetzt, die Verweildauer beträgt 20-30 min.